• Khwezi ist 16 Jahre
  • geht in die 11. Klasse
  • lebt in Soweto

 

 

Der Verein

Bildung meets Südafrika e.V.

zahlt für Khwezi eine

Schulgebühr in Höhe von

445 Euro,

damit sie die

" Bryanston High School"

besuchen kann.

Mein Name ist Khwezi, was so viel bedeutet wie Morgenstern. Ich bin 16 Jahre alt. Gemeinsam mit meinen 5 Geschwistern, meiner Mutter und meiner Großtante lebe ich in Soweto.

 

Ich habe diesen Brief geschrieben um nach Spenden zu fragen, da meine Mutter meine Schulgebühren nicht bezahlen kann. Ich musste oft die Schule wechseln, weil meine Eltern keine finanziellen Mittel hatten, um für meine Geschwister und mich die Schulgebühren zu zahlen.

 

Als ich in der 4. Klasse war, haben sich meine Eltern scheiden lassen. Mein Vater verschwand mit all unserem Hab und Gut. Bis zu diesem Tag musste ich bereits zweimal die Schule wechseln. Da wir nun alleine waren, meine Mutter keinen Job und mein Vater auch unsere Möbel mitgenommen hatte, beschloss meine Mutter mit uns zu meiner Großtante zu ziehen. Dafür mussten wir nach Soweto umziehen und ich musste erneut die Schule wechseln. Die ersten Monate lebten wir vom angesparten Geld, doch dieses ging schneller zur Neige als es uns lieb war, weshalb meine Mutter gezwungen war unser Auto zu verkaufen, so dass uns auch die sichere Mobilität genommen wurde. Um Geld zu sparen, musste uns meine Mutter auf eine staatliche Schule schicken. Die war günstiger, aber es wurde keine Bildung vermittelt.

Glücklicherweise fand meine Mutter einen Job als Autoverkäuferin, wo sie drei Jahre eine feste Anstellung hatte. Danach wechselte sie zu Mercedes Benz, wo sie mehr Geld bekam. Dies waren gute Zeiten, denn wir hatten genügend finanzielle Mittel um meiner Schwester das Studium und mir mein Schulgeld zu bezahlen. Meine kleine Schwester konnte ebenfalls die 1. Klasse der Schule besuchen.

 

In der 8. Klasse begann ich den Anschluss in Mathe zu verlieren und weil meine größte Angst war, dass ich das Schuljahr nicht schaffen könnte, nahm ich Nachhilfe bei Frau Diamini – meiner Lieblingslehrerin und zugleich Mathelehrerin. Nach einigen Wochen hatte ich den Stoff aufgeholt und meine Versetzung war gesichert. Während dieser Zeit musste meine Mutter permanent ins Krankenhaus, weshalb sie nicht zur Arbeit gehen konnte und ihren Job verlor. Immer wenn meine Mutter wieder erneut ins Krankenhaus musste, nahm meine Konzentration in der Schule ab und meine Noten wurden schlechter. Gerade als ich mir 2016 vorgenommen hatte, mich voll und ganz auf die Schule zu konzentrieren („I pulled up my socks.“), wurde meine Mutter erneut ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie eine Notoperation vor dem Tod rettete. Meine ältere Schwester nahm ein Urlaubssemester, um sich um mich und meine Schwester zu kümmern. Derzeit ist meine Mutter zu Hause, hat aber keinen Job mehr und kann aus diesem Grund keine Schulgebühren mehr bezahlen. Meine kleine Schwester besucht eine kostenlose staatliche Schule und geht in die 4. Klasse. Meine ältere Schwester hat ihr Studium wieder aufgenommen und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser.

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